Schlusswort

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Sehr geehrte Frau Engel,

wir waren auf Klassenfahrt und Sie möchten gerne einen Brief von uns, wie wir die Fahrt fanden.

Nun, ich fand die Hin- und Rückfahrt ein wenig zu lange, aber sie war trotzdem schön. An dem Jugendhaus gab es manches zu kritisieren, es war sehr gewöhnungsbedürftig. Ich denke, wir haben auch alle aus dieser Fahrt gelernt, dass nicht jeder so gut lebt wie wir. Ich habe selbst gemerkt, seitdem wir dort waren, dass manche Dinge für mich nicht mehr so wichtig sind. Ärmlich zu leben, ist nicht schön.
Natürlich gab es schöne Dinge, die wir zusammen erleben durften. Mont Saint-Michel fand ich super toll. Es war total interessant. Als wir nach Honfleur fuhren, fand ich schön, dass wir uns die Fischerkapelle ansehen durften. In kleinen Gruppen durch Honfleur zu gehen, war auch cool. Am Strand in Trouville war es immer noch am besten; wir konnten uns austoben, Strandspiele spielen und sogar einige Meter weit das Wasser suchen, denn es war ja Ebbe.

Die Besichtigung von Lisieux fand ich sehr interessant. Ich habe gesehen, wie es in einem anderen Land ist. So einen Wallfahrtsort wie Lisieux habe ich noch nie gesehen. Das Haus, in dem die Heilige Theresia gewohnt hat, habe ich mir anders vorgestellt. Die Besichtigung war sehr schön, aber zu kurz. Trotzdem war es echt toll, in einem Haus zu sein, wo eine Heilige gelebt hat. Das war ein super tolles Gefühl!
Als ich vor der Basilika stand, überrollten mich 1000 Fragen. In der Basilika hatte ich keine Worte mehr, alles voller Mosaike! 18 Seitenaltäre, schon faszinierend! In der Krypta steht der Schrein von Louis und Zélie Martin, den Eltern der Heiligen Theresia, auch das war ein Erlebnis.

Da das Jugendhaus uns nicht begeistert hat, lenkten wir uns abends mit lustigen Spielen ab. Mittag- und Abendessen waren allerdings immer sehr lecker. Die Schwestern haben sich total viel Mühe gegeben. Ich vermisse heute noch den Gesang der Schwestern. Es ist schön, Lieder zu hören in einer Art, die man noch nie gehört hat.

Ich fand toll, dass Sie mit uns so weit weg gefahren sind, denn Sie mussten ja schließlich Tag und Nacht auf uns aufpassen. Ganz toll fand ich, dass Fred und Maria mit waren. Sie haben Sie gut unterstützt!
Ich würde mich sehr freuen, wenn wir wieder mit Ihnen eine Klassenfahrt machen dürften! ABER nicht mehr so weit weg!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Schülerin Nathalie Weber
(stellvertretende Klassensprecherin)